50 Jahre in Garding

50 Jahre Fernsehturm in Garding

Was die Zeitungen über den Gardinger Sendemast berichteten:

17.11.1959

Richtfest der Richtfunkstation Garding
Turm 90 Meter hoch
Der Mast ist für den Fernsprech-Selbstwählverkehr gebaut worden.
Relaisstation für Funk-Telefon, wenn das Kabel überlastet ist.
 

05.12.1961

Der Richtfunksender Garding hat den Namen „Fernsehsender Eiderstedt“ bekommen (und nicht „Sender Garding“)
 

08.05.1962

Die Turmspitze wurde um 13 Meter erhöht, und 8 Antennen wurden angebracht. Somit ist der Sendemast auf 103 Meter angewachsen. Die Antennen sind für das Zweite Programm bestimmt.
Technische Daten:
Kanal 31, Bildträger 551,25 MHz mit einer Leistung von 10 KW und Tonträger 556,75 MHz mit einer Leistung von 2 KW.
Baukosten:
Mast und Einrichtung: 600.000 DM
Antenne: 26.500 DM
 

17.09.1962

Das Zweite Programm nahm seinen Betrieb auf.
Technische Daten:
Kanal 31 (alte Kanalbezeichnung K 24) Bildträger 551,25 MHz mit einer Strahlenleistung von 500 KW und Tonträger 556,75 MHz mit einer Strahlenleistung von 100 kW. Die nordwestliche Hauptstrahlrichtung 335 Grad Nord über 0 Grad und in südöstlicher Hauptstrahlrichtung 125 Grad Nord über 0 Grad.
 

03.04.1964

Landesfunkdienst eingerichtet (A-Netz von 1958 bis 1977 in Betrieb)
Gespräche aus dem fahrenden Auto waren nun möglich.
Kosten für eine Installation im Auto: 6.000 DM, monatliche Gebühr von 100 DM
 

16.09.1964

Es wurde mit einem Kleinkalibergewehr auf ein Kabel geschossen. Die Kugel wurde im Kabel gefunden. Es entstand ein Schaden von mehreren Tausend DM.
 

17. 09. 1962

Ausbau der Betriebssicherheit des Senders
Einbau einer Reserveendstufe: Für die Leistung von 10 KW wurde ein zusätzlicher 0,4 KW Steuersender und ein 2 KW Leistungsverstärker für die Reserve eingebaut.
Kosten: 260.000 DM
Fernsteuerung von Kiel aus
 

10.02.1966

Die Arbeiten vom 04.10.1965 wurden abgeschlossen.
 

01.07.1966

Ausbauarbeiten für das Dritte Programm begannen. Neues Gebäude
9 m x 25 m
(380.000 DM) durch die Firma Rosacker AG aus Garding
Neue Sendeanlage (1,1 Mio. DM)
Allein die Lüftungsanlage kostete 50.000 DM.
 

10.06.1968

Lieferschwierigkeiten durch die beteiligten Firmen. Das Dritte
Fernsehprogramm konnte nicht starten. In ganz Schleswig-Holstein konnte man das Dritte Fernsehprogramm sehen, nur an der Westküste nicht.
 

15.10.1968

Das Dritte Fernsehprogramm wurde jetzt über den Sender Eiderstedt auf Kanal 44 ausgestrahlt. Rund 1,5 Mio. DM hat der Umbau gekostet.
 

15.10.1969

Allein die Farbtüchtigkeit kostete 10.500 DM.
Auf 25.000 Betriebsminuten kamen nicht mehr als 2 bis 3 Minuten Ausfallzeit. Im Sender sind noch UKW Seefunk „Eiderstedt Radio“ und Richtfunk (Ferngespräche über Funk) vorhanden.
 

15.06.1974

Nacht für Nacht Reparaturen am Sender. Eine Firma wechselte mehr als 300 Meter Kühlrohre aus, damit zur Fußballweltmeisterschaft kein Ausfall durch Wärmeentwicklung entstand.
 

09.02.1980

Die ca. 12 Jahre alte (1968) Sendeeinrichtung soll durch eine moderne Halbleitertechnik umgebaut werden. Kostenaufwand von ca. 2,6 Mio. DM. Aufgrund der aggressiven, salzhaltigen Luft haben die Sendeantennen sehr gelitten und mussten für fast 200.000 DM ausgewechselt werden. Es mussten ein mobiler Sender und eine Reserveantenne eingerichtet werden. Der Fernsehempfang kann während der Bauphase beeinträchtigt werden.
 

15.11.1980

Bibliothekare besuchen den Fernsehsender Eiderstedt.
 

21.05.1981

Gardinger Stadtvertreter, angeführt von Bürgervorsteher Christensen und Bürgermeister Lange, informieren sich.
 

11.09.1981

Die Gesamtumbaumaßnahme, die am 09.02.1980 eingeleitet wurde, hat 4,5 Mio. DM gekostet. Der Sender wurde auf Halbleitertechnik und das Zweite Programm auf Stereophonie und Zweikanalton umgebaut – als einer von wenigen Sendern in Deutschland. Die alte Antenne wurde durch eine neue mit Kunststoffmantel mittels eines Hubschraubers montiert. Der Sender war nun genau 103,73 Meter hoch.
 

17.09.1987

Sender Eiderstedt Kanal 31 sendete seit 25 Jahren (17.09.1962).
 

15.04.1988

Husum bekam keine eigenen Fernsehsender, SAT1 und RTL wurden vom Gardinger Sender übertragen.
 

15.11.1988

Private Fernsehsender bald über Antenne in Schleswig-Holstein zu empfangen
 

14.12.1988

Eurosignal-Sender nahm Betrieb auf.
 

25.10.1989

Der Gardinger Sendemast soll eine neue Antenne bekommen. Über diese sollen SAT1 und RTL gesendet werden – über Kanal 58 SAT1 Und Kanal 25 RTL mit je einer Leistung von 4,2 KW.
 

27.10.1989

Die Arbeiten verzögerten sich. Der Kran, der den Glasfaserzylinder (Antenne) hochziehen sollte, ließ sich aufgrund starken Windes nicht betätigen.
 

29.11.1989

Zwei neue Programme ab 07.12.1989 über Antenne zu empfangen. Vom 28.11. bis zum 07.12. lief nur ein Probebetrieb (Testbild).
 

15.10.1992

Garding sollte noch einen TV-Kanal bekommen.
 

30.06.1995

PRO7 von nun an über Kanal 23 mit einer Sendeleistung von 6,3 KW
über die Gardinger Sendeantenne ausgestrahlt.
 

17.07.1996

Radio Nora sendete auf der Frequenz 94,1 MHz mit einer Leistung von 0,5 KW.
 

09.12.1996

Deutschlandradio-Kultur auf der Frequenz 101,7 MHz mit einer Leistung von 0,5 KW
 

02.12.1997

N-Joy auf der Frequenz 88,8 MHz mit einer Leistung von 0,5 KW
 

12.09.1997

OK-Radio auf der Frequenz 97,6 MHz mit einer Leistung von 0,5 KW
 

22.12.1998

Auf Kanal 23 war ab heute der Fernsehsender VOX mit einer Sendeleistung von 3,2 KW zu empfangen.

15.10.1999

Klassik Radio auf der Frequenz 91,7 MHz mit einer Leistung von 0,5 KW
 

16.02.2000

DLF auf der Frequenz 102,3 MHz mit einer Leistung von 0,2 KW
 

30.10.2004

Der Sendemast in Garding wurde nicht abgerissen, sondern blieb ein Wahrzeichen. Private Programme in analogen Abstrahlungen wurden in Schleswig-Holstein ab dem 08.11.2004 abgeschaltet. ARD, ZDF und N3 aber wurden an der Westküste weiterhin analog ausgestrahlt.
 

10.06.2006

Die schleswig-holsteinische Westküste verfügte noch nicht über DVB-T (Überall-TV), nur über 3 analoge Programme statt über 24 digitale wie an der Ostküste.SH
 

30.09.2006

DVB-T kam nach Nordfriesland.
 

23.10.2006

Einrichtung einer Telefon-Aktion zum DVB-T
 

24.10.2006

DVB-T startete an der Westküste, aber nur mit 12 Programmen. Die Privaten wollten nicht mehr über Antenne senden, waren mithin nur noch über SAT zu empfangen.
Abschaltung des analogen TV
Die Fernsehsender mit je 4 Programmen:
Multiplex-ARD auf Kanal 60 mit 1 KW, Programme: Das Erste, Phoenix, Eins Extra und Arte
Multiplex ZDF auf Kanal 31 mit 2 KW, Programme: ZDF, 3Sat, KiKa, ZDF doku und ZDF infokanal
Multiplex NDR auf Kanal 26 mit 1 KW, Programme: NDR SH, WDR, BR und NDR regional von 19.30 bis 20 Uhr
 

06.12.2007

Die analoge Sendeantenne wurde mit einem Hubschrauber demontiert
 

28.10.2009

Der Gardinger Sender sendet ab heute kein DVB-T mehr.
Dafür hat der Sender Stollberg einen DVB-T Sender bekommen.
Die Kanäle haben sich verändert:
Multiplex-ARD auf Kanal 26 mit 25 KW.
Multiplex ZDF auf Kanal 31 mit 5 KW.
Multiplex NDR auf Kanal 24 mit 25 KW.
 

17.11.2009

Der Gardinger Sendemast wird 50 Jahre alt.